Samstag, 5. Oktober 2013

Filmreview: Pacific Rim

Der Trailer zu Pacific Rim zeigt wie riesige Roboter riesige Monster verprügeln. Meine Erwartung war, dass es ein sinnloser Actionfilm voller Plotlöcher wird. Tatsächlich war es ganz anders, aber trotzdem langweilig.
Riesige Monster aus einer anderen Dimension kommen durch einen Spalt im Pazifik auf die Erde. Konventionelle Waffen richten zu wenig Schaden aus. So kann man die Aliens zwar aufhalten, aber erst nachdem sie schon ganze Städte verwüstet haben. Deswegen werden die Jäger gebaut, riesige Roboter, die von zwei Menschen gesteuert werden müssen. Diese prügeln sich dann mit den Aliens bis einer von beiden tot ist.
Riesige Maschinen gegen riesige Monster zu bauen, kann der Film gerade noch akzeptabel erklären; auch warum es zwei Piloten braucht doch dann fängt die ganze Sache an zu zerbröseln. Obwohl die Roboter Schwerter haben, werden diese erst gegen Ende des Films gezückt. Man will ja den Aliens einen fairen Kampf bieten. Deswegen gibt es wohl auch keine Langstreckenwaffen und die Jäger sind Zweibeiner – vier wären deutlich besser gewesen. Insofern fragt man sich als Ingenieur schon, was die Leute sich hier überlegt haben. Aber nun gut, es ist ein Film und soll Spaß machen.
Leider schafft er das auch nur mäßig. Die Kämpfe sind zwar gut inszeniert, konnten mich aber nie wirklich begeistern. Die Aliens sehen langweilig aus und mit den Jägern konnte ich mich nicht identifizieren. Dies lag nicht an den Effekten, aber obwohl Menschen in den Maschinen stecken, fehlt ihnen jegliche Persönlichkeit – Transformers hat menschliche Roboter gemacht, mit denen ich mitgefiebert habe. Insofern schaute ich mir die Kämpfe an und wartete wieder auf Handlung.
Die Handlung trägt allerdings ziemlich dick auf. Jeder Charakter hat irgendwelche emotionalen Probleme, diese werden aber bei keinem vollständig ergründet und beeinträchtigen auch nur in einer einzigen Szene das Zusammenspiel der Jäger-Piloten. Es wäre zu erwarten gewesen, dass die Piloten Probleme haben, da sie Erinnerungen teilen, wenn sie zusammen den Jäger steuern. Sie hätten persönliche Ängste überwinden und lernen müssen dem anderen zu vertrauen. Das hätte viel Sympathie gebracht – gerade auch in den Jäger Kämpfen – wurde aber nicht angewendet.
Trotzdem wird mit persönlichen Problemen ein guter Teil der Handlung verschwendet, obwohl sich kaum Charakterentwicklung abzeichnet. Der Rest der Zeit geht damit drauf, dem Zuschauer alle Ideen zu erklären und wie die Menschen herausfinden, was die Aliens eigentlich wollen.
Die Musik passt sehr gut zum restlichen Konzept des Films. Zwar klingt sie im Prinzip gut, wird aber in jeder Jäger Szene verwendet. Da wäre auch etwas Abwechslung wünschenswert gewesen.
Insgesamt hätte Pacific Rim deutlich spannender sein können, wenn ich irgendein Interesse an den Charakteren gehabt hätte und die wesentlichen Story Elemente nicht in den ersten fünf Minuten abgefeiert worden wären. Um das Ganze noch in Perspektive zu setzen. Ich schaue noch immer gerne Power Rangers.

Fazit: Der Film hat einige gute Konzepte, sein Potential aber verschenkt. Lieber sechs Folgen Power Rangers schauen. Dauert gleich lang wie Pacific Rim, ist aber deutlich interessanter.

5/10

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