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Donnerstag, 13. September 2012

Zinus Nachbarn: Dating Tipps

Meine Nachbarn sind zum Teil sehr originell, weswegen sie auch eine eigene Rubrik bekommen. Diese Geschichte handelt von den zwei kleinen Neffen eines Nachbarn, der größere knapp fünf Jahre alt, der kleinere erst zweieinhalb.

Vor einigen Tagen waren diese beiden Rabauken wieder einmal bei meinem Nachbarn zu Besuch. Der Größere unterhält sich gerne mit mir und war auch schon mal zum Ball spielen bei uns im Garten. Dabei hatte ich immer das Gefühl, er betrachtet mich eher als jemanden in seinem Alter und nicht im Alter seiner Eltern; was ich eigentlich ganz lustig fand.
Dementsprechend heiter ließ ich mich auch vor wenigen Tagen auf eine kleine Unterhaltung über den Gartenzaun hinweg mit ihm ein. An diesem Tag musste er mir nämlich ein Taschenmesser zeigen, dass er von seinem Opa bekommen hatte. In seine stolze Erzählung platze dann sein kleiner Bruder hinein, den ich zwar akustisch verstehe, aber dessen Gedankengänge mir meist fern bleiben. Diesmal fragte der Kleine nach einer Frau. Da ich ihn nicht einfach ignorieren wollte, fragte ich den Größeren, was er denn meine.
Dieser antwortete: "Er will wissen, wo deine Frau ist."
Daraufhin habe ich ihm erklärt, dass ich gar keine Frau habe. Das haben die beiden recht desinteressiert wahrgenommen. Daraufhin habe ich in einem Nachsatz hinzgefügt, dass ich auch keine Freundin habe.
Das konnten beide kaum fassen. Ehrlich schockiert haben sie mich angesehen. Der Größere wollte dann wissen, warum ich keine Freundin habe. Der Kleinere war dagegen sofort mit einem guten Ratschlag zur Stelle: "Du musst tanzen!"
Da kam auch dem Größeren eine Idee: "Bist du vielleicht pleite?"
Möglichst ohne eine Miene zu verziehen, antwortete ich: "Ja, so ähnlich; ich bin Student."
Erwartungsgemäß haben sie es zwar nicht ganz verstanden, aber der Spruch passte einfach zu gut, um ihn nicht zu bringen. Das Thema war aber mit dieser Antwort auch schon abgehakt und der Größere begann wieder von einem Messer zu schwärmen.

Mittwoch, 26. August 2009

Meine Nachbarn: Kinderpolizei

In der folgenden Geschichte handelt es sich nicht um die unmittelbaren (irren) Nachbarn, sondern nur um Leute die in der selben Straße wohnen. Bei uns wird das immer noch als Nachbar definiert. Ein Ehepaar in dieser etwas größeren Nachbarschaft hat zwei kleine Kinder und von eben jenen handelt die folgende Geschichte.


Es war 16:35 und leicht bewölkt. Ich hatte es etwas eilig, aber nicht eilig genug zu schnell zu fahren. Wie immer ließ ich das Auto die Straße hinunterrollen, nachdem ich damit aus der Garage gefahren war (ich sitze im Auto wenn es rollt). Ich sah wie das Tachometer langsam die erlaubten 30 km/h überschritt und tippte deshalb etwas die Bremse an.
Unlängst wurde ein kleines Stück von mir entfernt eine Tafel installiert auf der steht "Sie fahren" und darunter die gemessene Geschwindigkeit anzeigt. Sehr praktisch um zu testen wieviel das Tachometer abweicht, weniger praktisch, dass es von den Kindern ablenkte, die direkt vor der Tafel standen.
Dennoch sah ich sie rechtzeitig - ein etwa 3 Jahre alter Junge und ein höchsten 2 Jahre altes Mädchen - und ging vorsorglich auf die Bremse und hielt mich mehr am anderen Straßenrand.

Offenbar hatte mindestens das Mädchen nur an der Tafel gestanden um vorbeifahrende Autos anzupöbeln. Denn als ich fast auf Höhe der Kinder war, begann das Mädchen wild zu fuchteln und zeigte auf die gemessene Geschwindigkeit. Dann fing es an zu grinsen und rannte höchst amüsiert Richtung Mitte der Straße, beide Arme ausgestreckt um mir den Weg zu versperren.

Da aber auch kleine Kinder wissen sollten, dass mit Autos nicht zu spaßen ist, blieb ich nicht komplett stehen sondern fuhr mit etwa 10 km/h bremsbereit weiter. Das Kind war noch etwa einen Meter entfernt, erkannt aber dann, dass es wohl doch nicht klug wäre, vor das Auto zu laufen und blieb so stehen, dass ich noch gut vorbeifahren konnte.

Wie ich dann in den Rückspiegel schaute, sah ich das Mädchen noch hinter meinem Auto herrennen und die Mutter hinter dem Kind herrennen.

So viele weibliche Geschöpfe sind meinem Auto noch nie hinterher gerannt.

Freitag, 17. Juli 2009

Meine Nachbarn: Umzug

umzugMeine Nachbarn ist eine fortlaufende Serie, die bei mir daheim durch das Wohnzimmerfenster läuft. Alle Geschichten dieser Serie sind wahr und haben sich tatsächlich so zugetragen, bei Zinus' Nachbarn...


Es regnete, es regnete schon den ganzen Tag, doch nachmittags um halb drei besonders ergiebig. Ich saß in der Küche und habe passenderweise Fluiddynamik gelernt. Auf einmal hörte ich das klassische piepsen eines rückwärtsfahrenden Lastkraftwagens. Wenig beeindruckt davon ignorierte ich die Geräusche. Bald hörte ich nur noch monoton seinen Motor summen, offenbar fuhr er nicht mehr, lief aber noch.

Als dann ein Auto mehrfach hupte und Freundlichkeiten mit dem Fahrer des Lastkraftwagens austauschte, wurde meine Neugier geweckt, dem doch nachzugehen.

Bei einem Blick zum Fenster hinaus sah ich dann, dass dieser LKW doch eine Ladefläche hatte auf die locker fünf bis sechs Smart-Autos passen und sogar einen kleinen Kran hatte er dabei. Diesen schwenkte der Fahrer in Richtung Balkon eines meiner Nachbarn.

Erst jetzt begriff ich, dass dieser nun doch umziehen wird. Im strömenden Regen wurde also als erstes die Couch auf den Balkon getragen und seelenruhig am Kran befestigt - selbstverständlich ohne sie abzudecken. Anschließend ladete sie der Kran in dem Teich, der einst die Ladefläche war, sanft ab. Als nächstes folgte ein Klavier und noch vieles weitere. Und wenn sie nicht erfroren sind, dann verladen sie jetzt immer noch Sachen, denn das ganze Prozedere hat erst vor einer halben Stunde begonnen.

Immerhin bekommt mein Nachbar auf diese Weise größere Möbel in seinem neuen Haus, denn feuchtes Holz dehnt sich ja gerne aus.


Wer noch mehr traurige Wahrheiten über meine Nachbarn erfahren möchte, soll hier klicken.

Freitag, 3. April 2009

persönliches: SingStar Drunkie

Friedlich sitze ich Nachts um Zwölf vor einer Thermodynamik Übung. Friedlich deshalb, weil ich schon müde bin und Thermodynamik weil ich bald Prüfung habe. Meine Nachbarn feiern eine Party - schon seit einigen Stunden. Offenbar sind sie relativ trinkfest, denn erst jetzt hat es einer gewagt, die peinlichen Lieder aka Schlager (die jene Generation aber tagtäglich hört) in den CD-Player zu schieben und so wurde ich durch ein gröhlendes, sich wiederholendes "Michaelaaaaaaaaahhhh" in meiner stillen Verzweiflung gestört. Nach einiger Zeit vernahm ich das Lied Dschingis Kahn - allerdings ohne betrunkenes Karaoke, wahrscheinlich war der Text zu kompliziert.

Ziemlich schnell beschlich mich der Gedanke, wie gehemmt oder betrunken diese Leute sein müssen, dass sie erst nach mehreren Stunden mit dem Lärm anfangen, dann wenn andere Leute schlafen wollen und ich Thermodynamik lerne.

Sonntag, 30. September 2007

Meine Nachbarn: Revenge of the Dopewoman

Was bisher geschah: die Bewohnerin im unteren Stock eines gewissen Hauses macht sich viele Feinde in der Nachbarschaft durch exzessives Trommelspielen. Zudem verkauft und tauscht sie Naturprodukte, von der Art die sie auch raucht - und kleiner Tipp: es ist nicht nur Tabak.

Außerdem war ihr Vater wegen Drogenmissbrauchs im Knast - aber nicht dass dies etwas mit meinem vorherigen Satz zu tun haben könnte.

Jedenfalls hat sie sich zwei Nachbarkinder als Freunde gemacht, kein Wunder, sie ist ja auch von Beruf Kindergartentante.



und nun die Fortsetzung:

dem Bewohner des oberen Stocks, nennen wir ihn Mr. X, ging langsam das Trommeln auf die Nerven - also hat er Anzeige erstattet wegen Ruhestörung.
Ihm ging auch der ständige Besuch zu Rausc... äh Tauschzwecken auf die Nerven - also hat er Anzeige wegen unangemeldetem Gewerbe erstattet.
Ebenso gefällt Mr. X das Wuchern irgendwelcher Sträucher im Garten nicht besonders - also hat er abgesägt was auf seiner Seite war und ihr in den Garten geworfen - sie hat jetzt bei ihrer Sitzfläche eine stolzen Berg Laub mit Ästen. Ebenso hat er eine Klage eingebracht, dass das Gestrüpp auf die korrekte Höhe binnen einer Woche getrimmt wird.
Und weil es gerade soviel Spaß macht, hat es ihn auch gestört wenn Autos ein wenig auf seiner Grundstückshälfte geparkt haben - also hat er eine Besitzstörungsklage eingebracht.

Das hat dann die gute Frau Mieterin doch etwas aufgeregt (also sie einmal nicht so beruhigt war) und so hat sie sich auf Kindergartenniveau gerächt - was mich stutzig macht ob sie dort lehrt oder lernt.
Genauer gesagt hat sie den Hausplatz mit Straßenmalkreide verkritzelt. Dabei kamen so kreative Sprüche wie "Männer müssen Eier haben." oder "Peace" heraus. Unterstützung hat sie sich dabei eben von den beiden Nachbarkindern geholt.
Dabei haben sie in ihrem Eifer auch ein wenig auf Mr. Xs Seite geschrieben - also hat er eine Klage wegen Besitzstörung eingebracht.

Die Mutter der Afrika-Fanatikerin konnte nicht länger mitansehen wie ihr armes Töchterchen schickaniert wird und hat deshalb mit großem rhetorischen Aufwand eine Drohung auf den Anrufbeantworter gesprochen: "Guten. Tag. Hier. Ist. [bla bla bla] Lasst. Doch. Bitte. Meine. Tochter. In. Ruhe. Solange. Sie. Noch. Hier. Ist. Wir. Suchen. Bereits. Eine. Andere. Wohnung. Ist. Das. In. Ordnung? Ja!" (Die Punkt sollen darstellen, dass sie so gestockt hat)



Traurig aber wahr, für die 24-Jährige sucht Mama eine neue Bleibe. Dann werden deren lustige Stories wohl ein Ende haben...

Aber bis dahein bleibt ja noch etwas Zeit. I'll keep you posted.

Samstag, 30. Juni 2007

Meine Nachbarn: Natur pur

Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von meine Nachbarn.

Was bisher geschah: bei einem meiner Nachbarn sind Mieter in eine Wohnung eingezogen. Die Ersten waren zwar sehr ordentlich - zumindest nach außen, aber im Keller haben sie anscheinend jede Menge Müll gehortet, statt entsorgt. Da der 40-jährige Freund noch nie in seinem Leben gearbeitet hat und die Frau selbst... naja egal, ist entsorgung dort sicher groß geschrieben.

Verweilen wir gerade noch kurz bei dem Freund: da er keinen Führerschein hat, ist er auf den Bus angewiesen und da er weiß, dass der Bus nur 30 Sekunden zu früh fahren darf, wenn niemand an der Haltestelle steht, hat er sich eine Digitaluhr mit genauer Zeit dank Funkübertragung besorgt. Wenn man das Anti-Vergnügen hatte mit ihm gleichzeitig zum Bus zu laufen, hat er beruhigend gesagt, man habe noch 45 Sekunden bis der Bus fahren darf und kann daher noch gemütlich laufen.
Natürlich haben ihn für diese Arroganz die Busfahrer schon gehasst, aber vielmehr noch, weil er sich hinter Säulen, Bänken und im Gebüsch versteckt hat, immer auf der Jagd nach einem Busfahrer, der nicht genau nach Plan fährt.

und nun die Fortsetzung:

Inzwischen sind besagte Nachbarn wieder ausgezogen und stattdessen haben wir jetzt Pseudo-Afrika next door oder sollte ich besser next window sagen?
Jene Nachbarin sitzt nämlich gerne im Garten und da ihr der Umweg über die Haustüre zu weit ist, hat sie kurzerhand etwas treppenartiges unter das Fenster gestellt und nimmt dieses nun zum Ein- und Ausgang.
















An den Fensterläden hängen zudem irgendwelche Wurzeln und sonst so komischer esoterischer Kram der bestenfalls holzscheue Tiere fernhält.

Das ganze wird nun noch durch abendliches Lagerfeuer im Garten (noch nie was vom Grill gehört?) und Trommelmusik untermalt. Dieses wirkt besonders erfrischend, wenn man gerade versucht einen Film anzusehen. Aber wenn es mir zu bunt wird, schaffe ich mit der SlipKnot Methode* Abhilfe.
Zudem schwingen sie gelegentlich im Garten mit Fackeln um sich, (leider) haben sie es bisher nicht geschafft sich selbst anzuzünden.

Außerdem sitzt sie nachmittags die meiste Zeit mit Kollegen im Garten und raucht gemütlich - was sie da wohl raucht?
Das Ganze wird noch verdächtiger mit der Tafel "Verkaufe oder tausche Naturprodukte", die auf einem Fenster thront. Der Garten besteht nur aus Rasen, also gibt es dort keine Naturprodukte und abgesehen von einem kleinen Kressebeet auf dem Fenster habe ich noch nichts gesehen. Wahrscheinlich wird es auch sonst nichts geben... außer vielleicht eine Hanfplantage im Schlafzimmer auf der drei illegale brasilianische Analphabeten arbeiten müssen? Wohl eher nicht, es werden dann doch die beiden Kinder aus meiner vorherigen Geschichte dort Dienst tun "dürfen".



* Maske auf und Kettensäge an

Freitag, 25. Mai 2007

neues von den Nachbarn

Haben meinem Dad doch - nennen wir sie jetzt einfach - Jennifer und Michele (und ja, die schreibt man nur mit einem l) erzählt, dass sie einen neuen Hasen bekommen haben, nachdem ihre (beiden!) Zwerghasen vor einiger Zeit an Altersschwäche gestorben sind.
Ich habe da eine etwas andere Erklärung: die sind an ihrem eigenen Dreck verreckt.

Wir haben daraufhin dieses Thema etwas genauer unter die Lupe genommen und weitere Zeugen befragt.
Die direkten Nachbarn haben eine etwas andere Erklärung.
Der Hasenkäfig wurde nie ausgemistet und so sind die beiden putzigen Fellknäuel schlussendlich an ihrem eigenen Dreck erstickt.
Bis sie dann endlich direkt über dem Bach begraben wurden, rotteten sie aber einige Tage oder Wochen fröhlich vor sich hin.


Dies wird auch noch durch eine etwas zweifelhafte Erklärung über den Tod ihrer Katze untermauert. So soll sie anscheinend Selbstmord begegangen haben, indem sie sich die Krallen in den Kehlkopf gerammt hat.
Wenn ich die Katze dieser Kinder wäre, würde ich das wohl auch machen -_-


Kommen wir nun zum Schluss:
Zwei maximal acht Jahre alte Zwerghasen sterben schnell hintereinander an Altersschwäche - sehr unwahrscheinlich.
Zwei Zwerghasen sterben schnell hintereinander am eigenen Dreck - sehr wahrscheinlich.
Vor allem wenn man bedenkt wie dreckig die beiden Kinder sind. Es sieht immer so aus als würden sie ihre Kleidung in einem Sumpf waschen.
... und die Haare gleich mit.


alternative Schlussfolgerung:
Vor allem wenn man bedenkt wie dreckig die beiden Kinder sind, kann man schnell vermuten, dass diese auch in einem Käfig in ihrem eigenen Dreck leben.