Dienstag, 19. August 2008

persönliches: sind wir die Gaming-Veteranen?



Nachdem ich dieses Interview mit der Leiterin der Marketingabteilung von Nintendo gelesen habe, ist mir etwas in den Kopf geschossen.
Die Wii erweitert den Markt und die Konkurrenz versucht es ihr nun gleich zu tun. Die neue Konsumentenschicht wird dabei aus dem Bereich der über 30-jährigen Rekrutiert. Diese entdecken nun erst Videospiele für sich, während wir schon damit aufgewachsen sind und sie schon seit Jahren nerven, wenn wir eine neue Konsole "brauchen".
Dies bedeutet aber, dass wir schon weit mehr Erfahrung in diesem Sektor haben als die "Alten" und es schlussendlich darauf hinausläuft, dass wir tatsächlich die Veteranen sind und noch von der 16 bit Ära schwärmen können, einem Gameboy der nur Graustufen hatte und Controllern ohne Joystick.
Komischerweise gibt mir das wirklich ein Gefühl schon alt zu sein. Wenn ich schaue welche Spiele sich verkaufen, dann denke ich mir: "Was soll das? Dies sind keine richtigen Spiele, sowas hätte ich vielleicht früher gerne gespielt, aber darüber bin ich jetzt hinaus." Dann denke ich mir, diese neuen Kunden sollten besser nicht den Markt stören und sind Schuld am Qualitätsverlust. Im Prinzip ist das nicht viel anders als wenn sich alte Leute über die Jugendlichen aufregen.
Was ich also sagen will ist, dass die Generationen quasi vertauscht wurden. Die Leute die mit den Spielen aufgewachsen sind, sind teilweise noch jünger als jene, die nun hinzu stoßen.

Wo wird das Ganze denn in ein paar Jahren hinführen? Wenn die jetzigen "Veteranen" Familie haben. Läuft dann das Kind zum Vater und sagt: "Papa, Papa! Da kommt eine neue Nintendo-Konsole heraus. Die kann [bla bla bla]. Ich wünsche mir die zu Weihnachten!" Der Vater antwortet: "Das kommt gar nicht in Frage! Ich warte doch nicht bis Weihnachten um damit zu spielen. Das Teil habe ich längst vorbestellt."

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